Marathonläufer und Lauftrainer

Jeder kann etwas tun

Marathonläufer und Lauftrainer Thomas Guhlke verknüpft seine sportlichen Aktivitäten mit sozialem Engagement. Mit unterschiedlichen Aktionen engagiert er sich bei nationalen und internationalen Wettbewerben für den guten Zweck, spendet selbst pro gelaufenem Kilometer. Mehrere Tausend Euro für Menschen in Not sind bereits bei seinen Spendenläufen zusammengekommen.

Interview mit Thomas Guhlke

Immer mehr Menschen geraten in Not. Was tun Sie für die Gesellschaft?
Ich verbinde seit vier Jahren meine sportlichen Extrem-Läufe mit sozialem Engagement. Dabei sammle ich Spendengelder für die Koch-Ebersperger-Stiftung.

Warum engagieren Sie sich?
In Not geraten kann wirklich jeder – der Handwerker, der Bankkaufmann oder die Mitarbeiterin an der Kasse. Vor einem Unfall ist keiner geschützt. Alltägliches wird als zu selbstverständlich gesehen – das Gehen, das Sehen, das Essen oder einfach nur das Dach über dem Kopf. Ich bin Tag für Tag dankbar, dass ich meinem Hobby, dem Laufen, so uneingeschränkt nachgehen kann. Mit meinem Handeln möchte ich zeigen, was generell möglich ist. Indirekt laufe ich für die, die es vielleicht nicht mehr können.

Was haben Sie bereits erreicht?
Durch mein Engagement konnte ich über 4000 € für die Koch-Ebersperger-Stiftung „erlaufen“.

Ihr bewegendstes Erlebnis?
Vor zwei Jahren lief ich für Tobias S. einen Ultra-Marathon mit 119 Kilometern und fast 6000 Höhenmetern. Tobias ist unverschuldet im Rollstuhl gelandet und benötigte dringend eine Schmerztherapie. Ich kam auf die Idee ein spezielles Laufshirt anzufertigen. Jeder, der mindestens 5 € spendete, erhielt eine namentliche Erwähnung auf meinem Laufshirt und konnte so als Nicht-Läufer einen Ultra-Marathon laufen. Acht Tage vor dem Lauf erreichte mich via Facebook die Information, dass die Schmerztherapie angeschlagen hat. Der Lauf war in diesem Moment vollkommen nebensächlich. Trotzdem erreichte ich nach 28,5 Stunden das Ziel.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Jeder Lauf beginnt mit dem ersten Schritt. Addiert man alle gelaufenen Meter einer Stunde, so kommen einige Kilometer zusammen. Was möchte ich damit sagen? Sich sozial engagieren kann Jeder – wichtig ist nur das Anfangen. Je mehr Leute sich einsetzen, desto mehr können wir in der Gemeinschaft erreichen.

Link zur Website: Thomas Guhlke